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Etwas Neues

kann aufregend sein.

Wann immer wir etwas Neues beginnen, sind wir neugierig. Aber Neugierde muss nicht zwangsläufig positiv sein. Man kann auch denken: Was um alles in der Welt kommt jetzt schon wieder auf mich zu? Oder: Welche Sau treiben sie denn jetzt wieder durchs Dorf?

 

Wenn man sich dazu entschließt, dabeizubleiben, will man auch Erfolg haben. Keiner will den Misserfolg. Der Erfolg soll bitteschön schnell und ohne größere Probleme eintreten. Richtig?

Wir alle wissen aber, dass das nicht immer so schnell und problemlos funktioniert.

Der Weg zum Erfolg geht immer im „Loop“, also im Kreis. Dabei treten Hürden auf, die es auf dem Weg zum Erfolg zu überwinden gilt. Diese Hürden werden mit großer Wahrscheinlichkeit eintreten, die Frage ist nur: Wie intensiv?

Vier Schritte

zum Erfolg.

Der „Neugier-Erfolgs-Loop“ ist eine Lern- und Motivationsstrategie, die deutlich macht, welche Schritte (und Hürden) auf dem Weg zum Erfolg gegangen und überwunden werden müssen. Spoiler: Es sind zwei Hürden.

Die erste Stufe ist die der Neugier. Auf dieser Stufe sprudeln wir nur so vor Visionen und Motivation. Wir fragen uns: „Was wäre, wenn …?“.

Im nächsten Schritt folgt die Ernüchterung. Wir erkennen, was wir wirklich alles machen müssen, um unser Ziel zu erreichen. Das ist die erste Hürde: „Ohweh, das muss ich alles tun?“. Wer sich zu viel vorgenommen hat und (auf die harte Tour) erkennt, dass das unmöglich zu schaffen ist, steigt an dieser Stelle aus. Nehmen wir als Beispiel einen mittelmäßig trainierten Hobby-Radfahrer, der sich vornimmt, die Alpen zu überqueren (das sind 550 Kilometer und 18.500 Höhenmeter) – er wird schnell feststellen, dass der Berg (im wahrsten Sinne des Wortes), den er sich vorgenommen hat, schlichtweg zu groß ist. Vermutlich wird ihn die Ernüchterung mit großer Wucht treffen und er wird aufgeben. Weniger wäre hier mehr gewesen. Hätte er sich vorgenommen, die erste Etappe (ca. 105 Kilometer und 3.217 Höhenmeter) zu schaffen, wäre die Ernüchterung weniger stark, die Freude dafür aber umso größer gewesen.

Wird der zweite Schritt „überstanden“, heißt es Durchhalten. Auf dieser Stufe muss man sich der Anstrengung stellen. Hier lauert die zweite Hürde. Hat man sich hier auch wieder zu viel vorgenommen, besteht die Gefahr, spätestens hier auszusteigen und die Visionen, Träume und Ziele zu verwerfen. Das ist meist so frustrierend, dass man daran gehindert wird, sich etwas Neues vorzunehmen.

Ist aber die zweite Hürde auch überwunden, kann man „Hurra, geschafft!“ rufen. Der gewünschte Erfolg tritt ein. Der Loop kann jetzt wieder bei Schritt eins beginnen. Im Fall unseres Hobby-Radfahrers bedeutet das, dass er sich nun der zweiten Etappe der Alpenüberquerung widmen kann.

Was das jetzt aber für eine Führungskraft bedeutet?

Die Gefahr

'alles hinzuwerfen' ist groß.

Wie viele Deiner Mitarbeiter wollen den Vertriebsprozess so beherrschen, dass sie die Ernüchterungsphase nicht wahrnehmen? Bereite Deine Mitarbeiter angemessen (angemessen heißt: Nicht so übertreiben, dass die Reaktion „Na, wenn das so ist, starte ich doch gar nicht erst.“ ist) darauf vor, dass diese Phase kommen wird. Wenn es Deine Mitarbeiter unvorbereitet trifft, ist die Gefahr sehr groß, dass sie einfach „alles hinwerfen“.

Auf dem Weg zum Ziel ist dabei die Selbst- und Fremdreflektion unabdingbar, da wir ansonsten in routiniertes Verhalten „zurückfallen“ und die angestrebte Nachhaltigkeit nicht eintritt.