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Führung 6.0

und ein iPhone 38

Führung 6.0 ist das Modernste, das Du zum Thema Führung im deutschsprachigen Raum findest. Nicht mal bei Google wirst Du dazu übrigens was finden. Finde mal etwas, das Du eigentlich bei Google gesucht hast, Google aber nichts gefunden hat – das ist gar nicht mal so leicht. Ich habe aber trotzdem tapfer weiter gesucht – und wurde mit Suchergebnissen belohnt. Suchergebnisse zu Führung 7.0. Traurig war nur, dass die aus dem Jahre 2015 stammen. Führung 6.0 ist also noch frei. Danach war wieder besetzt. Führung 7.0, 8.0, sogar 9.0 und dann habe ich aufgehört zu suchen.

Trotzdem, die meisten reden heute von Führung 4.0 (passt ja auch ganz gut zu Industrie 4.0.). Ich bin mir nur nicht ganz sicher, ob man die Kommunikation als Führungsinstrument jetzt ganz abschaffen will (mit Digitalisierung ist höchstwahrscheinlich nicht die Verbesserung der Tonqualität bei Mitarbeiterbesprechungen gemeint sondern die Technisierung einzelner Arbeitsschritte und dergleichen).

Mit-dem-Finger-Zeiger

sind Idioten

Während sich also halb Deutschland mit der Modernität von Führungskonzepten überbietet und ich auf das iPhone 38 warte, ist mir eine Gallup-Studie in die Hände gefallen. Gallup ist ein internationales Meinungsforschungsinstitut und führt auch regelmäßig in deutschen Unternehmen Studien zu den Themen Führung und Mitarbeiterzufriedenheit durch.

Es war schon ziemlich düster, was da zu lesen war: Gerade mal 21% der Befragten gaben an, dass die Führung, die sie durch ihre Vorgesetzten erleben, sie positiv anspornt, tolle Arbeit zu leisten. Dafür gaben ganze 70% an, schon mal einen richtig schlechten Chef gehabt zu haben. Und fast jeder fünfte Arbeitnehmer hat in den letzten 12 Monaten wegen seiner Führungskraft aktiv an Kündigung gedacht.

Der Hauptkritikpunkt ist da übrigens auch sehr schnell zu finden: Das Gespräch miteinander. Der Grund für die Unzufriedenheit ist nicht, dass das Gespräch nicht gut läuft – der Grund dafür ist, dass das Gespräch gar nicht erst stattfindet. Gerade mal 14% der Befragten stehen im regelmäßigen Dialog mit ihrem Vorgesetzen.

Und um damit mal eines klar zustellen: Ich bin echt kein Mit-dem-Finger-Zeiger im Sinne von „Du bist schuld. Du bist die böse Führungskraft, die alles falsch macht.“ Das finde ich Unsinn. Führung gehört zu den Dingen, die man lernen muss. Die man lernen kann.

Die Grundlage

ist entscheidend

Und da habe ich einen echten Grund für Kritik: 60% der Führungskräfte haben sich noch nie mit der eigenen Weiterbildung zum Thema Führung oder Kommunikation auseinandergesetzt. Dabei sind genau das die nötigen Grundlagen. Dabei sind wir noch nicht einmal bei den speziellen Themen wie dem Umgang mit Konflikten, Low-Performern oder Veränderungsprozessen. Wenn das unsere Ausgangssituation ist, hilft keine Führung 4.0.

Wir müssen uns zuerst um das wesentliche Handwerkszeug kümmern. Und das heißt:

 

Wie geht ein Gespräch?

Wie geht eine Besprechung?

Wie geht Kritik?

Wie geht „sich selbst ändern“?

Wie geht „andere ändern“?

Diese Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen…

Führungsbegleiter

sind Dein Spiegel

Meine Rolle und die Rolle meiner Kollegen, die des Führungsbegleiters, ist da übrigens nicht, dass wir Dir erzählen, wie Essen mit Messer und Gabel funktioniert. Das wäre nämlich schlicht anmaßend. Wir bieten Dir an, professioneller Reflexionspartner, sozusagen ein Spiegel, zu sein. Mit uns kannst Du Themen besprechen, die Du weder mit Deinem Chef, Deinen Mitarbeiter, noch Deinen Kollegen besprechen kannst oder willst.

 

Wir versprechen Dir daher nur zwei Dinge:

 

  • Wir sind da, um Dich in Deiner Führungsrolle zu stärken.
  • Wir reden Klartext.

 

 

Dieser Text erschien zuerst im Podcast „GUTE CHEFS – Der Führungskräfte-Podcast“ Nr. 26 „Führung 6.0 fällt aus“ (Hier geht’s direkt zum Podcast)