string(66) "https://cocomin.de/wp-content/uploads/20200923_080111000_iOS-1.jpg"

von COCOMIN-Redaktion & Max Küssner

Nur ein buntes Büro?

Das reicht uns noch nicht!

Wenn ihr dachtet, unser Büro-Graffiti war die Spitze unseres Sozialexperiments, müssen wir Euch enttäuschen: Da geht noch was. Unser Kollege Max lebt das Sozialexperiment wie kein Zweiter. Vor gut fünf Wochen beschloss er, dem normalen Büroalltag den Rücken zu kehren und seine Arbeit mit auf Reisen zu nehmen. Wir haben ihn gefragt, wie es ihm in den letzten Wochen ohne uns und ohne ein festes Büro, dafür aber an Europas schönsten Orten ergangen ist.

Stuttgart. Italien. Portugal.

Die bisherige Remotework-Reiseroute unseres Kollegen.

Max, die spannendste Frage vorweg: Wo warst Du schon, wo bist Du heute und wo geht‘s noch hin?

Diese Zeilen schreibe ich Euch aus Lissabon, Portugal. Gestartet bin ich Ende August von Stuttgart nach Neapel. Von dort aus bin ich über die Amalfi-Küste bis nach Rom gezogen.

 

Wie bist Du überhaupt auf die Idee gekommen, Deine Arbeit mit auf Reisen zu nehmen?

Die Idee kam bereits mit der Festlegung meines Arbeitsvertrags Anfang des Jahres. Andy und ich haben unsere Vorstellungen klar und präzise miteinander besprochen. Ob das jetzt an meiner Generation oder an meiner generellen Freiheitsliebe liegt, kann ich Dir gar nicht sagen, für mich war es aber enorm wichtig, dass eine flexibel einzuteilende Remotearbeit vom Ausland aus möglich ist. Und als Andy dann noch das Sozialexperiment ins Leben gerufen hat, waren die Bedingungen für einen Auslandsaufenthalt perfekt.

Zeitverschiebung, stabiles Internet

und ein Haufen COCOllegenliebe.

Wie haben Deine Kollegen reagiert, als Du ihnen von Deinen Plänen erzählt hast?

Zugegeben, ich habe dieses Thema bei meinen Kollegen immer mal wieder beiläufig erwähnt, und dann sehr vorsichtig angestoßen, dass ich mir gut vorstellen könnte, remote vom Ausland aus zu arbeiten. Vielleicht war die Pandemie – jetzt in der Rückschau gesehen – sogar meine Chance (weil dadurch eben unser Sozialexperiment geboren wurde, dass mir Freiheit in diesem Maße gab), diesen Schritt zu gehen. Aber klar: nicht nur meine Kollegen, auch ich selbst war zeitweise gespannt, ob wir als Team und unser Unternehmen überhaupt schon für Remotework im Ausland gewappnet ist.

 

Lässt sich Dein Job mit dem Reisen vereinbaren (Stichwort Zeitverschiebung und stabiles Internet)?

Thema Zeitverschiebung ist bislang für mich noch nicht wirklich zum brisanten Thema geworden, da sich meine bisherigen Arbeitsstandorte (Neapel, Maiori, Salerno, Rom und Lissabon) auf Europa beschränkt haben. Da ich durch meine Akquise- und Vertriebstätigkeiten vor allem viel im Kundenkontakt bin, muss ich mich aber schon an die deutschen Arbeitszeiten anpassen. Sollte es in meinem weiteren Reiseverlauf allerdings in andere Zeitzonen gehen, muss ich meine Arbeitszeit auch dahingehend anpassen. Ich könnte mir nämlich vorstellen, dass die Kunden nicht unbedingt begeistert wären, wenn ich sie um 3 Uhr nachts anrufen würde, um einen Termin zu vereinbaren.

Die gleiche Arbeit wie zuhause,

nur von Europas schönsten Orten aus.

2.245 Kilometer trennen Dich aktuell von Deinen Kollegen in Stuttgart. Wie bleibt ihr in Kontakt?

Berühmt berüchtigt und aus der COCOMIN-Unternehmenskultur nicht mehr wegzudenken, ist unser Montagsmeeting. Seit Corona lief das aber schon vorwiegend online ab. Diese Stunde ist unser gemeinsamer Start in die Woche, hier besprechen wir alles, was in der Vorwoche passiert ist und was in der kommenden Woche anstehen wird. Über die Woche hinweg kommunizieren wir dann aber meist projektbezogen und auf dem kurzen Dienstweg via WhatsApp oder Mail.

 

Wie sieht so ein typischer Tag in Deinem Remotework-Leben aus?

Die ersten Minuten des Tages unterscheiden sich gar nicht so sehr von denen zuhause: Aufstehen, Bett machen, Atemübungen, Duschen, Frühstücken. Anstatt dann ins Büro zu fahren, um Mails zu beantworten, Kunden anzurufen oder Termine zu organisieren, erledige ich das von dem Balkon meiner Airbnb-Wohnung oder einem netten kleinen Café in der Stadt aus. Selten hab ich mich so frei und wohl gefühlt. Anschließend erkunde ich die jeweilige Stadt, genieße die Sonne und lasse den Tag mit Sport und einem guten, regionalen Abendessen ausklingen.

Der einzige (massive) Unterschied zu Deutschland ist, dass ich zurzeit sehr früh aufstehe. Bis auf wenige Momente der Schwäche (und des warmen, bequemen Kopfkissens) stehe ich immer zwischen 6 und 7 Uhr auf – das wäre davor undenkbar für mich gewesen. In einem neuen Umfeld hat man noch keine Routine, weshalb das ein oder andere länger braucht. Positiver Nebeneffekt: Das Gehirn wird schneller wach, da alles noch ungewohnt ist.

Alte Sprichwörter,

neues Arbeiten.

Welche Tipps kannst Du angehenden Remoteworkern jetzt schon geben?

Die drei unverzichtbaren Gegenstände für Remotework aus dem Ausland sind meiner Meinung nach ganz klar Laptop, Headset und Smartphone. Neben den klassischen Reise-Hilfsmitteln wie einer Schlafmaske und Schlafspray fürs Kissen würde ich nie ohne mindestens fünf Packungen Hartseife reisen.

Die Arbeit an sich läuft größtenteils gleich wie zuhause. Es gibt aber natürlich Aufgaben, die über das Telefon eine größere Herausforderung darstellen. Manche Dinge sind face-to-face einfach schneller und unkomplizierter zu erledigen. Dass das aber keine neue Erkenntnis ist, wissen wir alle schon seit den unzähligen Corona-Videomeetings. Ansonsten gelten die alten Sprichwörtern: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ und „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“.

 

Wirst Du nach Deiner Reise wieder zurück in Dein altes Büroleben oder doch lieber weiterhin remote arbeiten?

Kann ich Dir noch gar nicht genau sagen. Ich genieße gerade einfach jede Sekunde des Tages und denke für und in dem Moment.

Leave a comment

5 × fünf =

© 2020 COCOMIN - Wir trainieren Erfolg.