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Nur ein Wort:

Überlastung.

Meine Erfahrungen während der Corona-Zeit und des Shutdowns lassen sich mit nur einem Wort treffend beschreiben: Überlastung.

Mein Tagesablauf vor der Krise war ein gut getaktetes Konstrukt: Während ich mein Kind am Vormittag sicher in der Schule wusste, konnte ich in meine Arbeit im Büro erledigen. Am Nachmittag standen meistens die Hobbys des Kindes und meine restlichen Hausfrauenpflichten (wie ich dieses Wort hasse) an. Doch dann kam Corona und mein Konstrukt erwies sich als filigraner als gedacht. Plötzlich war ich gezwungen, nicht nur meinen Job bei COCOMIN und als Mutter, sondern auch den der Lehrer zu übernehmen. Die Fragen, wie um alles in der Welt ich das alles unter einen Hut bekommen sollte, stand ständig im Raum. Gefühlt wurde nichts so richtig fertig.

Ein Kraftakt,

der mir zeitweise alles abverlangt hat.

Stundenlange Korrespondenzen mit der Schule, welcher Unterrichtsinhalt bis wann und wie aufgearbeitet werden sollte. Das Zusammensuchen meiner eigenen Arbeitsmaterialien, die zum Großteil im Büro standen (wo ich ja aber dank Homeschooling nicht mal eben so hinfahren konnte). Egal ob Einkaufen, Aufräumen oder die Wäsche: mein Haushalt war vor lauter Homeoffice und Homeschooling nie auf dem Stand. Ich bin ein Mensch, von dem sich behaupten lässt, dass er sehr gut organisiert ist. Dennoch habe ich es als enormen Kraftakt empfunden, der mir zeitweise wirklich alles abverlangt hat.

Das Jonglieren

mit Homeoffice, Homeschooling und Home.

Es war nicht nur das Jonglieren mit Homeoffice, Homeschooling und Home. Es war ab einem gewissen Zeitpunkt auch äußert mühsam, den Kontakt zum Team und Chef zu halten. Unsere Unternehmenskultur basiert auf Gemeinschaftlichkeit. Die konnten wir im Büro über den kurzen Dienstweg jederzeit ausleben. Plötzlich konnten wir uns nicht mehr sehen, jeder „wurstelte“ zuhause an seinen Aufgaben. Der Informationsfluss kam ins Stocken. Ich fühlte mich isoliert. Irgendwann fühlte ich mich auch nicht immer wertgeschätzt. Ich war unzufrieden.

Regeln, damit aus Remote-Work,

nicht Chaos-Work wird.

In der Rückschau würde ich sagen, dass die Kommunikation untereinander in dieser Zeit am meisten gelitten hat. Es gab einige Videomeetings, bei denen es richtig geknallt hat. Einfach, weil wir zuvor nicht ausreichend kommuniziert hatten. Aber diese Auseinandersetzungen haben uns als Team weitergebracht, weiterentwickelt. Uns wurde schnell klar, dass wir dringend eine feste Struktur und feste Regeln brauchten. In vielen ehrlichen und langen Gesprächen haben wir die für uns wichtigsten Regeln beschlossen. Noch schneller haben wir allerdings bemerkt, dass wir diese auch alle einhalten müssen. Nicht nur, damit aus Remote-Work kein Chaos-Work wird, sondern um vor allem auch als Team funktionieren zu können.

Ein langer Prozess,

den wir gemeinsam schaffen.

Es gab aber auch positive Seiten. Die Möglichkeit, meinen Job fast zu 100% aus dem Homeoffice erledigen zu können, hat es mir ermöglicht, mein Kind zu Hause betreuen. Das war natürlich nicht nur für diese ganze Schulsituation ungemein entspannend, sondern auch für mich eine schöne Erfahrung, gemeinsam mit meinem Kind zu arbeiten und zu lernen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich in dieser verwirrenden und auch anstrengenden Zeit viel über mich und meine Kollegen gelernt habe. Vor allem was unsere Kommunikation angeht. Bis die perfekt ist, da muss ich ehrlich sein, ist es noch ein langer Weg und ein sich stetig wandelnder Prozess. Aber auch den schaffen wir gemeinsam.

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