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von Ahmet Iscitürk

Alle reden über hybride Arbeitsmodelle, aber es ist nicht damit getan, den Mitarbeitern ein Notebook nebst Bürostuhl fürs Homeoffice zur Verfügung zu stellen.  Die technische und organisatorische Umsetzung ist nur eine Seite der Medaille. Wer über die Zukunft des Arbeitens spricht, muss vor allem die menschliche Komponente berücksichtigen.

Spätestens jetzt nachdem die Bundestagswahl vorbei ist, werden wir über zukünftige Arbeitsmodelle diskutieren müssen, schließlich drängen Gewerkschaften auf neue Gesetze für eine neue Arbeitswelt. Bei der Diskussion innerhalb der Unternehmen kommt Führungskräften eine entscheidende Rolle zu, denn sie müssen die Interessen des Arbeitgebers mit den Wünschen der Mitarbeitenden unter einen Hut bringen. Bisher wird in den Chefetagen beim Thema „New Work“ vor allem über die technische Ausstattung und organisatorische Herausforderungen gesprochen.

Was bedeutet

Normalität?

Unsere Politiker sprechen ständig davon, Schritt für Schritt in die Normalität zurückzukehren, dabei existiert diese gar nicht mehr. Statt jammernd der Vergangenheit nachzutrauern, sollten wir positiv in die Zukunft blicken. Die Art und Weise, wie wir arbeiten, verändert sich ebenso wie unsere Gesellschaft als Ganzes – das bedeutet mehr als nur Mund-Nasen-Schutz oder Handdesinfektionsmittel bereitzustellen. Wir müssen jetzt mehr denn je an einem Strang ziehen und eine Kultur der gegenseitigen Unterstützung praktizieren.

  

Was geht in

``Rückkehrern`` vor?

Wie fühlt es sich für Mitarbeiter an, wenn sie nach vielen Monaten im Homeoffice an ihren Arbeitsplatz im Unternehmen zurückkehren? Die Frage mag trivial klingen, vor allem weil aus ökonomischer Sicht andere Baustellen vermutlich dringender erscheinen. Doch Arbeit ist mehr als nur Geldverdienen. Sie ist ein integraler Bestandteil unseres Daseins und für viele Menschen der Schlüssel zur Selbstverwirklichung. Die Homeoffice-Pflicht hat also einen zentralen Baustein unseres Lebens völlig auf den Kopf gestellt und jetzt sollen wir einfach wieder in die Normalität zurück? Manche Psychologen vergleichen diesen Schritt mit den Herausforderungen, denen sich Veteranen stellen müssen, wenn sie aus dem Krieg zurückkehren. Ein ziemlich dramatischer Vergleich, doch wenn Ereignisse schwerwiegende Auswirkungen auf Mitarbeitende haben, müssen wir uns nicht nur unternehmerisch, sondern auch menschlich mit ihnen auseinandersetzen.

 

Tausend Mitarbeiter =

tausend Erfahrungen

Auf jede Person wirken sich die Pandemie und damit verbundene Veränderungen der Lebensumstände unterschiedlich aus. Ein simples Beispiel: Der kinderlose Eigenbrötler hat dank Corona zum ersten Mal in seinem Berufsleben Ruhe und Frieden genossen. Er ist sich nicht sicher, ob er jemals wieder ins „laute“ Büro zurückkehren möchte. Vielleicht denkt er sogar darüber nach, zu einem Arbeitgeber zu wechseln, der es ihm gestattet, weiter im Homeoffice zu arbeiten. Für seine Kollegin, eine zweifache Mutter, ist es genau umgekehrt. Sie vermisst das Büro und freut sich darauf, endlich wieder mit ihrem Team persönlich interagieren zu können. Dumm nur, dass sie von ihrem Arbeitgeber zu einer Zukunft im Homeoffice verdonnert wurde, während ihr menschenscheuer Kollege wieder ins Büro muss. Die Geschäftsleitung ging nämlich davon aus, dass es für die junge Mutter besser wäre, zu Hause bei ihrer Familie zu arbeiten.

 

Ein simples

Gespräch genügt.

Führungskräfte sollten gerade bei diesem Thema keine Entscheidungen über die Köpfe ihrer Beschäftigten hinweg treffen, denn Realität und Wahrnehmung stimmen selten überein. Ein vertrauliches Gespräch ist das A und O, damit sich alle an ihrem zukünftigen Arbeitsplatz wohlfühlen und ihr volles Potenzial entfalten können. Natürlich geht es nicht darum, sich den persönlichen Befindlichkeiten der Belegschaft zu unterwerfen. Das Ziel lautet, ein Modell zu entwickeln, das die Bedürfnisse des Unternehmens und seiner Mitarbeiter gleichermaßen berücksichtigt. Der erste Schritt dorthin lautet: Aufmerksam zuhören! Jeder Mitarbeiter ist wie ein herausforderndes Puzzle und das Gespräch soll dazu dienen, die letzten fehlenden Teile ans Tageslicht zu befördern. Man sollte die Konversation mit „Rückkehrern“ nicht als lästige Pflicht, sondern als Chance und Hilfe begreifen. Jede Information, die man während eines solchen Gesprächs gewinnt, bringt das Unternehmen nach vorne.

 

Nicht du oder ich,

sondern wir

Bei oberflächlicher Betrachtung, könnte man annehmen, dass es genügt, den Beschäftigten die Freiheit zu geben, dort zu arbeiten, wo sie möchten. Tatsächlich wäre aber genau das schädlich und kontraproduktiv. Wie etwa soll man eine simple Besprechung planen, ohne zu wissen, wann die Teilnehmer zu Hause oder vor Ort arbeiten? Für Teams, die den ganzen langen Tag ausschließlich vor dem Computer sitzen, funktioniert das möglicherweise. Smarter ist es, erst einmal sämtliche Kollegen zu Wort kommen zu lassen und die neugewonnenen Erkenntnisse mit bereits bestehenden Informationen abzugleichen. Daraus lässt sich wiederum ein griffiges Gesamtkonzept erarbeiten, dessen erfolgreiche Umsetzung nur noch Formsache ist.

 

Wie das Ganze im Detail funktioniert, verraten wir dir gerne bei einem kurzen Gespräch. Du erreichst uns telefonisch (0711 – 79 44 887) oder per Mail: info@cocomin.de

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