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von COCOMIN-Redaktion

Wie wäre es mit „Walk and Talk“

anstatt des vierzehnten Online-Video-Meetings diese Woche?

Zugegeben, Corona ist in diesem Jahr wirklich der perfekte Sündenbock für alles Mögliche. Aber eines müssen wir Corona lassen: Nicht erst seit Beginn der Pandemie sitzt der moderne Mensch zu viel – vor dem Laptop, in Meetings, auf dem Weg von und zur Arbeit in der U-Bahn oder im Auto im Stau.

Fakt ist: Die meisten von uns bewegen sich zu wenig. Seit Corona umgeht, gehen wir vielleicht sogar noch 20 Schritte weniger, weil der Weg zum Auto und der Weg vom Parkplatz ins Büro entfällt und der Weg zur heimischen Kaffeemaschine ein bisschen kürzer ist als der im Büro.

Wenn uns die Pandemie in diesem Jahr eines gelehrt hat, dann, dass wir neue Wege gehen müssen. In jeglicher Hinsicht. Wie wäre es also mit einem „Walk and Talk“ anstatt des vierzehnten, zeitraubenden, langweiligen Online-Video-Meetings diese Woche?

Ist das denn schon Freizeit

oder gilt das noch als Arbeitszeit?

„Walk and Talk“ wurde vermutlich Ende der 1990er erstmals von der amerikanischen Psychologin Dr. Kate Hay in ihrem Buch „Working it Out: Using Exercise in Psychotherapy“ erwähnt. Diese besondere Form der Gesprächsmethodik hat ihren eigentlichen Ursprung im therapeutischen Bereich. Aber auch im Arbeitsalltag kann uns diese Methode zugutekommen. Eine Umfrage der Stanford Universität (hier geht’s direkt zur Studie) konnte nämlich belegen, dass das Gehen die Kreativität der Probanden um 81 % steigerte. Eine merkliche Steigerung konnte zusätzlich beim Gehen an der frischen Luft erreicht werden.

Damit dürfte auch der letzte Skeptiker davon überzeugt sein, dass „Walk and Talk“ als Arbeits- und nicht als Freizeit verbucht werden kann.

Die Vorteile von Walk and Talk

überzeugen auch den letzten Skeptiker.

Die Vorteile, die „Walk and Talk“ für jede Führungskraft mit sich bringen, liegen auf der Hand. Das Beste vorab: Es ist kostenlos. Und unabhängig vom jeweiligen Gesundheitszustand der Kollegen kann ein leichter Spaziergang von so ziemlich jedem geschafft werden. Die frische Luft sorgt dafür, dass das Gehirn „belüftet“ wird und regt zu Kreativität an. Der Geist hat die Möglichkeit, sich zu entspannen und sich dadurch zu öffnen. Der Horizont wird im wahrsten Sinne des Wortes erweitert.

Die Nachteile dagegen halten sich in Grenzen. Lediglich das Wetter könnte dem Spaziergang einen Strich durch die Rechnung machen. Zu kaltes oder zu heißes Klima belasten den Körper und Geist eher. Auch eine Route, die sich nicht für ein ruhiges „Walk and Talk“ eignet, stört den Gesprächsablauf. Das kann zum einen die Geräuschkulisse im Hintergrund (beispielsweise ein Spielplatz oder eine Bundesstraße) sein oder aber auch eine Route, die viel Aufmerksamkeit erfolgt. Weil es zum Beispiel viele Ampeln oder Straßen zu passieren gilt. Oder einfach, weil der Weg zu rutschig, uneben oder zu steil ist.

Probieren geht in diesem Fall

über Studieren.

Wenn man auf ein paar Kleinigkeiten achtet, kann „Walk and Talk“ eine echte Ergänzung für den Arbeitsalltag werden. Auf fachlicher und emotionaler Ebene. Aus eigener Erfahrung empfehlen wir daher auf die folgenden Dinge zu achten:

  • Vorher ankündigen bzw. vereinbaren, dass es ein „Walk and Talk“ wird, damit sich der Gesprächspartner darauf vorbereiten kann.
  • Im Idealfall mit nicht mehr als drei bis vier Personen „walken and talken“.
  • Eine Agenda mit den wichtigen Punkten vorbereiten und diese auf dem Handy oder als Ausdruck parat halten.
  • Das Gespräch nicht länger als 30 Minuten ansetzen, weil sonst die Konzentration verloren geht.
  • Mit einem Kopfhörer oder Headset geht es sich angenehmer, weil der Arm nach kurzer Zeit nicht schwer werden kann.
  • Ruhige Routen in Parks, verkehrsberuhigten Bereichen oder auf Spazierwegen wählen, um Störungen zu vermeiden.

Einige unserer Kollegen halten übrigens überwiegend nur noch so ihre Telefonkonferenzen. Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren! Denn was hast Du dabei zu verlieren?

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