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von COCOMIN-Redaktion

Transfer in die Praxis:

Königsdisziplin der Learnings.

Ja, wir haben in den letzten Wochen wirklich fast pausenlos über die Learnings gesprochen, die jeder für sich aus dem Sozialexperiment mitgenommen hat. Wir haben analysiert und kommuniziert. Wir haben versucht, zu verstehen und Kompromisse für die Zukunft zu finden. Aber die Königsdisziplin liegt erst noch vor uns: der Transfer in die Praxis.

1 Test, 60 Fragen,

16 Personalities.

Klingt erstmal langweilig? Dachten wir auch. Liegt aber daran, dass wir wohl vergessen hatten, dass unser Team aus kreativen und innovativen „Über-den-Tellerrand-Denkern“ besteht.

So fanden wir also kurz nach der Beendigung des Sozialexperiments eine Mail in unseren Postfächern: „Ich hab‘ da einen Test gefunden, der ist anders als alles, was Du bisher kennst. Ich denke, der kann uns helfen, die Erkenntnisse aus dem Sozialexperiment zu festigen und in die Praxis zu transferieren. Dauert auch nur 10 Minuten, hier ist der Link: https://www.16personalities.com/de

Einige von uns kannten den Test schon, und waren gespannt, wie Thomas das nutzen wollte, um das Sozialexperiment sinnvoll abzuschließen. Weil wir uns aber so gut kennen und uns auch ohne viele Worte verstehen, absolvierte jeder Sozialexperiment-Teilnehmer den Test und sandte das Ergebnis zurück an Thomas. Der überraschte uns wenige Tage später mit einem Workshop darüber. Bevor wir Euch von diesem berichten, machen wir aber einen kleinen Exkurs zu den Hintergründen der 16 Personalities

Vier Typen

aus vier Dimensionen.

Der Test basiert auf den bereits 1921 entwickelten Theorien des Psychologen Carl Gustav Jung und wurde 1945 von den Amerikanerinnen Katherine Cook Briggs und Isabel Briggs Myers zu einem Typenindikator weiterentwickelt, mit dem sich insgesamt 16 unterschiedliche Persönlichkeitstypen identifizieren lassen sollen. Obwohl die Wirksamkeit des Test wissenschaftlich nicht nachgewiesen ist, wird er – vor allem in den USA – in Bewerbungsverfahren oder als Teambuilding-Tool eingesetzt. Unter anderem, weil diese Typologie dabei unterstützen soll, andere besser einschätzen zu können.

Der Test basiert auf vier Dimensionen:

  • Verstand (Extraversion vs. Introversion)
  • Energie (Intuitiv vs. Realistisch)
  • Natur (Logik-fokussiert vs. Prinzipien-fokussiert)
  • Taktiken (Planend vs. Suchend)

Je nachdem, zu welcher Seite der Dimension man sich stärker hingezogen fühlt, wird man mit dem Test einem der 16 Persönlichkeitstypen zugeordnet. Diese sind in vier Gruppen unterteilt, die jeweils über charakteristische Eigenschaften verfügen: Analysten, Diplomaten, Wachen und Forscher.

Analysten | Quelle: 16personalities.com
Analysten | Quelle: 16personalities.com

Die Gruppe der Analysten besteht aus den vier Untergruppen „Architekten“, „Logiker“, „Kommandeure“ und „Debattierende“. Sie sind bekannt dafür, rational und funktional zu denken und ihre Ziele immer strategisch und ambitioniert zu verfolgen.

Diplomaten | Quelle: 16personalities.com
Diplomaten | Quelle: 16personalities.com

Diplomaten lassen sich in „Advokaten“, „Mediatoren“, „Protagonisten“ und „Aktivisten“ unterteilen. Sie sind charismatisch, idealistisch, aber auch emphatisch. Sie sind unermüdlich auf der Suche nach Harmonie.

Wachen | Quelle: 16personalities.com
Wachen | Quelle: 16personalities.com

Wachen sind praktisch veranlagt und beziehen sich auf Fakten. Sie brauchen Ordnung und geregelte Abläufe, lieben Regeln und schützen, was ihnen wichtig ist. Sie untergliedern sich in „Logistiker“, „Verteidiger“, „Exekutive“ und „Konsule“.

Forscher | Quelle: 16personalities.com
Forscher | Quelle: 16personalities.com

Forscher wagen unüberlegt und spontan gerne Neues. Durch ihre schnelle Reaktionsfähigkeit sind sie Meister der Improvisation. Mit „Virtuosen“, „Abenteurern“, „Unternehmern“ und „Entertainern“ wird es nie langweilig.

Prominente Seelenverwandte

und individuelle Stärken und Schwächen.

Zurück zu unserem Workshop dazu. Nach dem Beantworten der Fragen bekommt man seinen Persönlichkeitstyp und auch gleich ein paar prominente Seelenverwandte präsentiert. Wir mussten uns einen davon aussuchen und ihn Thomas mitteilen. In unserem Fall waren das John D. Rockefeller, Quentin Tarantino, Steve Jobs, Sir Sean Connery und Taylor Swift. Thomas stellte jede Persönlichkeit und ihre Charaktereigenschaften vor und wir mussten sie uns gegenseitig zuordnen. Anschließend gingen wir auf jedes Profil näher ein, strichen vorgegebene Charaktermerkmale und ergänzten sie um individuelle Stärken und Schwächen aus der Fremd- und Selbstwahrnehmung der jeweiligen Person.

Spaßige Übung

mit ernstem Hintergrund.

Zugegeben, im ersten Moment ist es eine spaßige Übung, die zu kurzweiliger Unterhaltung führt. Bei genauerem Hinsehen war es aber – für uns – ein wichtiger Schritt, um als Team wieder zusammenzuwachsen. Während des Sozialexperiments haben wir festgestellt, dass wir doch unterschiedlichere Meinungen und Ansichten haben als gedacht. Nicht selten hat das zu Krach geführt. Gepaart mit dem verstärkten Einsatz im Homeoffice hat der Teamspirit an der ein oder anderen Stelle gelitten. Im Workshop haben wir viel übereinander gelernt. Wir konnten uns gegenseitig in einem anderen Licht sehen und verstehen, warum wir so reagieren, wie wir reagieren. Nicht aus Langeweile oder Boshaftigkeit. Nein, einfach weil wir so sind, wie wir sind. Wir haben nicht schlecht gestaunt, als wir festgestellt haben, dass unser Team nicht nur sehr heterogen, sondern auch noch voll von exotischen Persönlichkeitstypen ist.

Mit diesem Wissen können wir jetzt an uns als Team arbeiten und noch besser werden. Und nur darum geht es schließlich.

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